Elektromobilitätserfahrungen (von Michael Bach)

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Ganz neu…

Die FAQ als erstes

Als Twizyfahrer werde ich oft angesprochen, das ist immer richtig nett, hier die typischen Punkte um die es meist geht:

Aktuelles zum Twizy

2016-06:   “10.000 km” erreicht nach knapp 3 Jahren. Nach wie vor begeistert, keine Probleme bis auf eins: Das Laden schaltet nach 5 s manchmal einfach wieder ab. Der Händler hat vor 2 Monaten deshalb das Ladegerät getauscht (Garantie), dann wurd's besser, jetzt fängt's wieder an – wohl noch ein kleiner Werkstattbesuch nächstens nötig.

2014-09:   Jetzt habe ich in einem Jahr damit 4000 km zurückgelegt. Damit bleibe ich deutlich unter der Jahresleistung (6000 km) die bei monatlich 50€ Akkumiete zugelassen ist. Meine Begeisterung für das Fahrzeug ist unverändert hoch. Einige Nachteile, die mich anfangs (z.B. das Warngeräusch wenn fahrbereit, aber 10  s kein Pedal gedrückt wird) fallen mir kaum noch auf. Auch das laute Getriebegeräusch war nur am Anfang.

→Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur

Warum Twizy?

Am besten für die Welt und einen selbst ist es natürlich, überhaupt nicht mit dem Auto zu fahren. Ich fahre auch viel Fahrrad (glücklicherweise nur 7  km zu meiner Arbeitsstelle), und reise, wo immer möglich, mit der Bahn. Aber manchmal ist es doch sehr praktisch, motorisiert zu sein, und deshalb fuhr ich etliche Jahrzehnte Motorroller, insbesondere den Elektroroller Vectrix. Aber z.B. im Winter, wenn es regne, oder sogar Eis hat, und ich mit Gitarrenausrüstung zur Probe fahre geht das praktisch nur vierrädrig. Und als ich einen Twizy zum ersten Mal sah, war mir sofort klar: das ist der Wagen für mich.

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Eher ungewöhnlicher Anblick von oben

Es dauerte dann noch ein Jahr bis mir klar wurde dass ich die Vectrix verkaufen musste. Dann fuhr ich den Twizy mehrfach Probe, lieh ihn auch für ein Wochenende aus, und dann wusste ich was mit mit einem Twizy erwartet.

Besonderheiten Twizy

In gewisser Weise ist der Twizy gar kein Auto, insbesondere ist der als Quad zugelassen. Ob man das bei Parksünden ins Feld führen kann, habe ich zum Glück noch nicht ausprobieren müssen. Ein bisschen wie ein Jeep: etwas ungeschlacht, hart gefedert, oder wie ein Motorroller, aber mit Dach drüber.

Was, keine Seitenscheiben?

Das ist für die meisten das überraschendste. Es gibt ja sogar eine Ausführung ohne Türen, die käme aber für mich keinesfalls in Frage, da kann ja alles 'rausfallen was ich mitnehme. Warum bietet Renault keine Seitenscheiben an in Deutschland? Weil er keine Zwangslüftung hat. Meine Erfahrungen: Die Luftführung ist so, dass man beim Fahren kaum Wind verspürt, insbesondere auch keinen Regen. Beim Parken hingegen kann es schon reinregnen, aber der Sitz hat in der Mitte ein Loch wo das Wasser abläuft… Hab' immer ein Tuch dabei, da ist das kein Problem.

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Wakeboard im Sommer und Snowboard im Winter passen gut 'rein.

Winterbetrieb

Ich habe ja erst einen Winter hinter mir, das ging aber richtig gut. Klar: es gibt keine Heizung. Aber eine Heizung für die Frontscheibe, zum Glück, die wirkt auch. Entscheidend ist die Kleidung: Für den Kopf eine Pilotenmütze (mit Ohrabdeckungen), ein Buff für den Hals. Der Rest ist normal, und sehr gut hilft die Winterdecke die Renault vertreibt: damit ist man gut abgedeckt. Die Reichweite ist im Winter etwas niedriger.

Platzprobleme?

Der Beifahrer sitzt deutlich enger, und bekommt auch deutlich mehr von den Fahrbahnstößen mit. Snowboard oder Wakeboard passen erstaunlich gut, mit einem großen Gitarrenkoffer habe ich etwas Probleme. Ein Bierkasten passt gut 'rein.

Was mich stört

Was vorher geschah

3½ Jahre lang genoss ich den Elektrogroßroller “Vectrix”, über den ich hier ausführlich berichtet habe.

Page created: 2014-10-12


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Last update 2017-04-19 by Michael Bach (G+)