Motorroller, jetzt elektrisch (Michael Bach)

– Elektro-Großroller in Gundelfingen und Freiburg –


Aktuell: Vectrix-Elektroroller, beachte: kein Auspuff!
 
 

1999-2009 Yamaha Majesty (250 ccm)
 
 

1992–1999 Honda Helix (125 ccm)
 

Aktuelles zur Vectrix

2013-09 Die Maschine steht zum Verkauf. Nachtrag: “Stand” zum Verkauf, heute wurde sie abgeholt. Mit mehr als einem weinenden Auge geht bei mir eine Ära zu Ende – als nächstes 4 Räder, tatsächlich ein Twizy…

2013-08 Kilometerstand 17.000 gerade überschritten – alles läuft prima. Dennoch erwäge ich, das schöne Maschinchen zu verkaufen: ich will nicht noch einmal einen Winter damit fahren (mit Zweirädern geht's einfach nicht sicher genug bei Glatteisgefahr), und der Transport von Wakeboard und Snowboard geht damit fast nicht (bin dabei schon von der Polizei angehalten worden).
Bin einen Twizy auch schon probegefahren: gegenüber der Vectrix wirkt Twizy lahm, unkultiviert, und fährt auch nur 80 km/h –  aber hat 4 Räder :).

2013-07 Neueste Information (aus dem vectrix-forum.de): ab September soll es wieder eine Vectrix Vertretung in Deutschland geben.
Außerdem: es gibt jetzt eine 2. Vectrix in Freiburg!

2013-06-09 Meine Vectrix läuft unverändert wunderbar & klaglos, seit Ende Mai aber nicht mehr mit BHKW-Strom, sondern mit Strom aus unsrer neuen Photovoltaik-Anlage. 3 kWpeak, das reicht dicke aus zum Laden, auch außerhalb der Mittagszeit. Noch was Neues aus der Gegend: reute-mobil.de ganz in meiner Nähe ein Verein, der Elektromobilität u.a. durch Carsharing fördert.

2013-03-01 Eine schlechte Nachricht: Anfang des Jahres hat Vectrix Deutschland GmbH Insolvenz angemeldet. Mein Maschinchen läuft ja wunderbar, aber wie wird es mit Ersatzteilen aussehen? Für mich nächster Vertragshändler ist in Basel.

2013-01-22 Nach 4 Jahren mal wieder zum TÜV, 2 Mängel (Wiedervorführung erforderlich): Hintere Bremsbeläge abgefahren (ok) und ein Stoßdämpfer leck (buh!). Die Firma schickte mir Ersatz, wurde gestern von einem guten lokalen Händler eingebaut (Süßlin, er lobte die Wartungsfreudigkeit). Das überzeugte heute den TÜV-Prüfer, der auch sehr interessiert am Elektroroller-Konzept war.

2012-12-27 Heute morgen übersprang der Kilometerstand die 15.000 – noch “runder” als bei meinem letzten Eintrag. Sonst gibt's nichts zu berichten, es geht einfach alles. Es hat wohl schon seine Vorteile, dass so ein Elektrofahrzeug viel weniger Teile hat (ca. 1/10!) als ein verbrennungsgetriebenes.

2012-05 Gerade sprang der Kilometerzähler auf 12.000. [Man ist ja von runden Zahlen mehr angesprochen als von beliebigen anderen Kombinationen, obwohl alle gleich wahrscheinlich:).] Weiterhin läuft alles prima, und offenbar ist die Reichweite doch nicht abgefallen, der höhere Reifendruck lohnt sich.

2012-04 Die Reichweite scheint mir niedriger geworden zu sein – nur noch so ca. 50 km. Bin noch nicht ganz sicher, ist ja gar nicht so leicht zu testen, schließlich will ich am Ende immer noch nach Hause kommen. Es kann aber schlichtweg an fehlendem Reifendruck liegen, er soll 2,4 bar vorne und 2,8 bar hinten sein, und war knapp unter 2. Muss ich öfter mal prüfen.

2012-01 Bei Kilometerstand 10.500 und nach 3 Jahren war Reifenwechsel fällig. Man muss ja jetzt auch bei Zweirädern Winterreifen haben – vielleicht nicht schlecht, ich fahre ja auch bei Kälte. Weiterhin läuft die Maschine problemlos, gegen die Kälte habe ich Lenkerstulpen und ziehe Skihose über.
Das Modell, welches ich fahre (VX-1) wurde gerade eingestellt und durch VX-1 Li/Li+ ersetzt. Litium-Akkus (LiFePO₄) haben ein günstigeres Leistungsgewicht als die Nickel-Metallhydrid-Akkus meines Modells. Die Li-Variante ist deutlich leichter als meins, Li+ hat größere Reichweite (und ist natürlich teurer) dabei leichter. Naja, meine VX-1 tut's ja noch perfekt.


Diese Vectrix hier gefunden.
©eye in the sky;
dort noch verrückteres, echt??

2011-11 Gerade den Kilometerstand 10.000 erreicht – nach knapp 3 Jahren. Weiterhin ist alles prima. Bei der letzten Wartung ließ ich mir auch einen Zweibeinständer montieren; der ist manchmal ganz praktisch, aber es braucht viel Kraft um ihn wieder einzuklappen. In Motorrad ist gerade ein Artikel zur Vectrix erschienen.

2011-02 Hauptunterschung (TÜV), zum ersten Mal. Zunächst sollte ich auch eine Abgasuntersuchung bezahlen – das entfällt natürlich. Ansonsten 2 kleine Mängel, schon behoben.

2010-07 Nachdem im Februar die Akkus getauscht wurden, hatte ich keine Probleme mehr mit dem Laden bei Kälte. Seitdem 2× normaler Wartungsservice, und alles läuft prima.

2009-01 Beginn meiner “Ära” Elektroroller.

Ladestationen für Überlandfahrten

Eigentlich ist der typische Einsatzgebiet von Elektrofahrzeugen der Stadtverkehr – wenn man große Reichweiten hat, dann heißt das ja, dass man für die meisten Fahrten unnötig die schweren Akkus rumkutschiert. Wenn man aber doch mal Entfernungen zurücklegen will, dann kann man über das “LEMnet” ein Deutschland ziemlich dichtes Netz an Ladestationen finden – viele privat, auch mit Hinweisen wo man in der Nähe übernachten kann etc. Im Osten noch nicht so dicht, z.B. habe ich zwischen Jena und Leipzig noch keine Zwischenstation gefunden; das kommt sicher noch. Aber tolle Idee!

Was vorher geschah – Zwei- und Viertakter

Seit ca. 1970 fahre ich mit Motorrollern, vorher mit einem Kreidler-Moped. Zunächst die unvermeidliche Vespa, die damals leider technisch immer rückständig war. Als andere Firmen schon Viertakter hatten, war die Zentralschmierung des Vespa-Zweitakters der große Fortschritt… Trotzdem fand ich meine Vespa lange wunderbar.

Als dann die Honda Helix auf den Markt kam, als erster der schönen Großroller, und Vespa immer noch keinen Viertakter hatte, stieg ich um. Dafür musste ich den Führerschein Klasse 1 nachmachen – das ist über 20 Jahre später erstaunlich mühsam :-). Die tolle Helix übernahm dann Sohn Oliver, und ich stieg auf eine Yamaha Majesty um; schönes Gerät. Besonders herausragend fand ich das ABS der Majesty, das sollte jedes Motorrad/Roller haben!

Elektroroller

Doch das Bessere ist der Feind des Guten: 2008 entdeckte ich, dass es inzwischen brauchbare Elektroroller gab. Insbesondere die Vectrix (wikipedia) hatte es mir angetan: Klasse Fahrwerk, gute Leistungen: 100 km/h schnell und 100 km Reichweite (angeblich, auf jeden Fall nicht beides gleichzeitig ;), zusätzlich eine angegebene Zahl von 1500 Ladezyklen / 10 Jahre – na ja… Preis natürlich exorbitant; als er um 1000 € herabgesetzt wurde, schlug ich zu.

Seit Januar 2009 fahre ich die elektrisch betriebene Vectrix und bin begeistert: Kein Krach, schnurrt wie eine Straßenbahn, tolle Straßenlage, beim Bremsen wird Energie zurückgewonnen etc. Der Service bedient von Berlin aus die ganze Republik und ist kenntnisreich und zuverlässig (ein lokales Händlernetz wächst langsam). Aufladen geht an einer normalen Steckdose und dauert ≈4 h wenn der Akku leer ist. Die Höchstgeschwindigkeit ist tatsächlich leicht über 100 km/h, das nutze ich aber fast nie, weil da die Reichweite rapide runtergeht und natürlich auch die Akkus mit sehr hohen Entladeströmen belastet werden, was bestimmt ihre Lebensdauer reduziert.

Zum tatsächlichen Gewinn für die Umwelt siehe weiter unten. Erst mal genieße ich das herrliche Fahren mit einem flotten Elektroroller (falls ich nicht das Fahrrad nehme).

Nachteile gibt's auch:

Vectrix-Tricks, die nicht alle im Handbuch stehen

Wie ‘grün’ ist das Ganze wirklich?

Die entscheidende Frage ist hier: wo kommt der Strom her? In meinem Fall aus dem Gundelfinger “Umweltstrom”, der vorwiegend photovoltaisch erzeugt wird, und seit 2010-03 auch aus unserem Blockheizkraftwerk. Nächster Punkt ist der Rohstoffverbrauch bei der Herstellung von Fahrzeug & Akkus: zwar hat die Vectrix nur ein Zehntel (!) so viel Bauteile wie ein vergleichbarer Verbrennungsroller, doch der Akku (NiMH) braucht viel Nickel – davon gibt es gar nicht so viel auf der Welt, und es wird teils unter menschen- und weltschadenden Bedingungen abgebaut. Von der Firma selbst gibt es einen komplizieren Bericht (PDF) über den Treibhausgas + Luftqualitätseffekt von verschiedenen Fahrzeugen. Nicht unerwartet hat da die Vectrix den schwächsten Einfluss (siehe nebenstehende Abbildung aus obigem Bericht), obwohl die Herstellung des Fahrzeugs, der Akkus und des Stromes mit einberechnet sind. Dies gilt auch noch, wenn man die angegebenen 50 Meilen (=80 km) pro Akkuladung auf realistischere 60 km reduziert.



2009–2010–2011–2012–bis?

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