Die obigen Gesichtsbilder werden abwechselnd langsam scharf und unscharf. Im scharfen Zustand wirkt das linke Gesicht wütend und männlich, das rechte weiblich und freundlich (das impliziert kein generelle Charakterzuordnung 😎). Mit zunehmender Unschärfe tauschen die Gesichtsausdrücke die Plätze.
Der Unschärfegrad ist manuell mit dem Schieberegler einstellbar.
Anstatt die automatische Unschärfefunktion zu verwenden, kann man einfach mit dem Schieberegler auf scharf stellen und einen Schritt zurücktreten (oder mit den Augen knibbeln, die Brille abnehmen oder oder sonst irgendwie das Bild unscharf machen).
Philippe G. Schyns & Aude Oliva (1999) nutzten eine 1994 von ihnen beschriebene Technik, um zwei Gesichter in einem Hybridbild zu verbergen: Ein Bild wurde hochpassgefiltert (≥ 8 Zyklen pro Grad), das andere tiefpassgefiltert (≤ 2 Zyklen pro Grad). Bei normalem Sehvermögen wird das Bild mit der höheren Ortsfrequenz besser wahrgenommen. Beim Weichzeichnen des Bildes (egal wie) bleibt nur das Tiefpassbild erhalten. Diese Methode lässt sich auf viele Bildtypen anwenden, ist aber bei einem Gesichtsaustausch besonders beeindruckend.
Schyns PG, Oliva A (1994) From blobs to boundary edges: Evidence for time and spatial scale dependent scene recognition. Psychol Sci 5:195–200
Schyns PG, Oliva A (1999) Dr. Angry and Mr. Smile: when categorization flexibly modifies the perception of faces in rapid visual presentations. Cognition 69:243–265