Wenn man auf dem Bild herumschaut, fällt wohl auf, dass entferntere Straßen gebogen erscheinen. Wenn man direkt ‘drauf schaut, sind sie gerade; wenn man wegschaut, wieder krumm.
Die Erfinderin hat viele Details genau passend gewählt, damit diese Krümmungstäuschung auftreten kann. Einges kann man mit den Interfacelementen ausprobieren:
Diese brillante Komposition ist von Lesha Porche (USA). Man kann sie leicht auf Facebook finden (ich setze keine Links auf FB).
Ich würde den Effekt mit folgender Hypothese erklären:
Die Quadrate haben schon, mit grober Auflösung, schräge / gekrümmte Helligkeitslinien, die nur normalerweise durch die Kanten maskiert werden; dies sieht man besser, wenn man etwas Unschärfe (4–5) einstellt. Die Unschärfe tritt sowieso immer beim Sehen in der Peripherie auf: Bei 10° Entfernung von der Stelle, an der schärfsten Sehens ist, ist die Sehschärfe schon auf 1/10tel abgefallen. Es “fühlt” sich aber nicht unscharf an, weil unser Gehirn Information erfindet – das kennen wir vom blinden Fleck oder von Ryota Kanai’s Healing Grid. Die Hecken verschwinden durch die Unschärfe, und die grobe Helligkeit der Lichtvereilung auf den Quadraten gewinnt.