So voll (und ich meine echt knackevoll!) habe ich unser Audimax das letzte Mal  vor ca. 35 Jahren gesehen als wir so richtige Studentenrevolten hatten ;-).

    Ich kenne Manfred schon lange recht gut (u.a. haben wir schon zusammen musiziert), ich schätze ihn sehr, aber jetzt fand ich ihn besser als je zuvor: Brilliant argumentiert, witzig, ok schon gelegentlich etwas bitter, verständlich bei dem unangemessenen Gegenwind den er bekommt – gerade las ich bei der Recherche hierfür einen unglaublich demagogischen & inkompententen Artikel in der Süddeutschen… klar dass sich die Medienleute pikiert fühlen – hier kommen mal DATEN, und nicht nur “starke Meinungen” wie sonst in der proto-wissenschaftlichen Medien- und Pädagogik-Debatte.

 Was möglicherweise die unverdient mangelnde Akzeptanz erklären mag: wir hören dass, wer “tadelt” oder sich sonst den Kopf mit Fernsehen zumüllt, ein uneinholbares Defizit in der neuronalen Vernetzung hat, was die Verständniskompetenz für die Welt angeht. Wen wundert's, dass das niemand hören will? Das hieße ja zuzugeben, dass man einen Teil seines Lebens vermasselt hat. Das ist schon anstrengend zuzugeben – wenn ich bedenke was ich alles so falsch gemacht habe… oh je…

  Ok, aber man kann ja doch auch ex-post weiter “an sich arbeiten”, wir lernen doch das ganze Leben! Ein wenig mehr Betonung auf diesen konstruktiven Aspekten fände ich sinnvoll, damit kann man auch die abholen die meinen “ich habe 10 Jahre gespielt, und hat es mir geschadet?” – ahem, man weiß ja nicht wo man sonst wäre ;-).

    Ich war begeistert – und unsere lokale Zeitung (die sonst nicht schlecht ist) fand diese brechend volle Ereignis nicht der Erwähnung wert – passt auch wieder…