Elektroautos werden gerne schlecht geredet nach dem Motto: “die Herstellung von Auto + Akku braucht mehr als sie je einsparen können”. Diese Studie vom International Council on Clean Transportation hat das für verschiedene Zeiten und Wirtschaftsbereiche durchgerechnet, anliegendes Bild zeigt das Ergebnis in Europa mit dem aktuellen Mix der Stromerzeugung.

Links “internal combustion engine vehicles” (ICEVs) inklusive Hybrid, rechts “battery electric vehicles” (BEVs). Es wird deutlich, dass die Akkuherstellung (orange), die beim Verbrenner natürlich entfällt, durch den für immer verlorenen verbrannten Sprit weit übertroffen wird.

Natürlich sind da eine Reihe von Annahmen drin, z.B. die Kfz-Lebenserwartung, die offenbar derzeit im Durchschnitt ≈15 Jahre beträgt, und die Lebenserwartung der Akkus mit 1,6 Gm (1,6 Mio km). Im zugehörigen ausführlichen PDF kann man das detailreich nachlesen. Wasserstoff etc. wird auch diskutiert, aber ist noch gar nicht relevant. Leider ist ja der Gesamtwirkungsgrad bei Wasserstoff viel niedriger noch als bei einem Verbrenner, aber wenigstens kann man ihn ja speichern (evtl. als Ammoniak NH₃).

Das alles wird immer besser, je mehr in unserem Energiemix Sonne und Wind ausmachen. Auch kann wohl davon ausgehen, dass in 10 Jahren die Akkuproduktion nur noch ≈⅔ vom heutigen Anteil ausmacht.

Was derzeit noch unzureichend ist: Recycling der Akkus. Allerdings dienen die meisten davon erst einmal als stationäre Puffer, die den Einsatz von Gasturbinen zum Abfangen von Verbrauchsspitzen reduzieren können.

Schön.